Marielle Niemeyer verzaubert das Publikum

Marielle Niemeyer verzaubert das Publikum

Marielle Niemeyer verzaubert das Publikum. “After Christmas Concert“ in der evangelischen Kirche Recke

RECKE. Zu einem Benefizkonzert mit Sängerin Marielle Niemeyer, Pianistin Elke Becker und Gitarrist Christian Heinzer hatten Pfarrerin Elke Böhne und die Kirchengemeinde am Samstag in die evangelische Kirche Recke eingeladen.

Als „After Christmas Concert“ angekündigt, passten die gefühlsbetonten Lieder und Balladen wunderbar in die stille Zeit „zwischen den Jahren“.

„The Christmas Song“ von Melvin Tormé und Robert Wells aus dem Jahr 1945 wurde schon von zahlreichen Interpreten gesungen. Die bittersüße Geschichte „Have Yourself a Merry Little Christmas“ ging zu Herzen. In der vorgetragenen Version strahlte Marielle Niemeyers Mezzosopran-Stimme besondere Wärme und emotionale Tiefe aus. „Bringing Joy That Will Last“ hieß es darin. „Das möchten wir Ihnen mit unserem Konzert bringen: Freude, die über das Fest hinaus bleibt“, sagte Christian Heinz in seiner Moderation. Mit den Proben begonnen hätten sie im Sommer als „Wohnzimmer-Band“, berichtete Elke Becker schmunzelnd. Am Technikpult leistete Georg Friedrich Becker Unterstützung

Der Winter sei auch eine Zeit der Gefährdung, stellte Christian Heinz fest. Drei Lieder dazu erzählten von verlorener Liebe, Menschen, die einander vermissen, und dem Klang der Stille. Sehr schöne instrumentale Zwischenspiele verbanden sich mit dem Gesang zu einem harmonischen Miteinander von Text und Melodie. Gelegentlich unterstützten die Musiker Marielle Niemeyer mit ihren Stimmen im Background, sodass der Eindruck eines viel größeren Ensembles entstand. Das Lied „Nu dat jij er bent“ von Trijntje Oosterhuis in niederländischer Sprache wurde von Christian Heinz mit der Mundharmonika begleitet. Gesellschaftskritische Töne schlug das Trio mit der Popballade „Augen auf!“ von Sarah Connor an. Gänsehaut-Feeling verbreitete der auf Schwedisch gesungene Hit „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. So klar und anmutig ist das Lied selten zu hören, dafür gab es langen Beifall.

Marielle Niemeyer wollte mit ihrem Konzert den Zuhörern einen erfüllenden und glanzvollen Start in das neue Jahr mitgeben. Das war der Gesangsstudentin ganz offensichtlich gelungen, wie lang anhaltender Beifall und der Wunsch nach einer Zugabe bewiesen. Die abwechslungsreiche Auswahl unterschiedlicher und schwieriger Stücke bot dem Publikum beste Unterhaltung und wärmte die Seelen.

 

 

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